Gürtelprüfung in Coronazeiten erfolgreich absolviert

Ein kleines Stück Taekwondo-Alltag zurück

Aufregung, Adrenalin, Ehrgeiz, Glücksgefühle, Stolz und Erleichterung, holen für einen Moment lang ein kleines Stück Taekwondo-Alltag zurück.

In dieser surrealen Zeit, geplagt von Ungewissheit, teilweisem Stillstand – nicht nur im Sport – wollten wir unseren Schützlingen mit einem Licht am Tunnelende den Weg leuchten und signalisieren, dass es weitergeht.

So fand vergangenen Montag, am 28.09.2020 mit 52 Prüflingen die verspätete Sommer-Gürtelprüfung statt. Eingeteilt in 2 Gruppen, absolvierten Kinder ab 6 Jahre, Jugendliche und Erwachsene ihre Prüfung, um die nächsthöhere Stufe zu erreichen.

Als Prüferin wurde Katrin Paschke (Landesprüferin des TVBB) eingeladen.

Die Vorbereitung

Coronabedingt durften wir nach den Sommerferien nicht mit der gesamten Gruppengröße starten.

Die Verantwortlichen der Abteilung Taekwondo sowie Trainer Timo mussten entscheiden, wie der Trainingsbetrieb im Rahmen von möglichen Hygienekonzepten stattfinden kann.

Also halbierten wir seit dem Sommer zumindest bei den Anfänger – und Kadergruppen die Einheiten und kürzten wegen Lüftungszeiten auch die Stunden selbst.

Auf unsere Prüfungslehrgänge, welche den Kenntnisstand aller Prüflinge abfragt, wollten wir nicht verzichten. So haben wir den ersten für Anfänger und den zweiten für Fortgeschrittene abgehalten. Was hervorragend geklappt hat, fast alle Sportlerinnen und Sportler konnten die Termine wahrnehmen und ihr Programm intensiv üben sowie Fragen stellen.

Und wem das noch nicht gereicht hat oder den Termin nicht wahrnehmen konnte, bekam beim Onlinetraining über ZOOM mit Timo volle Unterstützung zu allen Formen.

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Familie Andre, welche uns den Link für ein Pausenfreies Training bereitgestellt haben.

Die Prüfung

Nach der Aufstellung folgte die Theorie, welche von unserer Prüferin Katrin Paschke abgefragt wurde. Auch wenn nicht auf alles eine Antwort gewusst wurde, schaffte sie es trotzdem, gerade bei den Kleinsten schon im ersten Moment die Aufregung zu lösen.

Weiter ging es mit …

Grundtechnik

Alle Prüflinge laufen auf Kommando einen Teil der Techniken ab, welche in der jeweiligen Prüfungsform enthalten sind. Sie sollen zeigen, dass das Prinzip der Techniken verstanden wurde und auf Kommando umgesetzt werden können.

Pratzentraining

Beim Pratzentraining werden einzelne Fußtechniken oder Kick-Kombinationen vorgezeigt. Bei Anfängern mit Vorgabe, Fortgeschrittene oder Wettkämpfer bekommen Aufgaben und müssen auf Impuls reagieren.

Hier kommt es auf Technik, Genauigkeit, Schnelligkeit, Kraft sowie Reaktionsschnelligkeit an.

Freikampf mit und ohne Aufgabenstellung (KyorugI)

In dieser Prüfung durften nur bestimmte Paare den Freikampf durchführen, wie z. B. Geschwister, private Freunde oder Sparringspartner aus unserem Kader.

Andere übten die gestellten Aufgaben an den Pratzen.

Selbstverteidigung (Hosinsul)

In der Selbstverteidigung geht es bei Kindern eher darum deutlich zu machen, das man etwas NICHT möchte und dieses auch glaubhaft/überzeugend von sich gibt.

Ein lautes

„STOP – ICH WILL DAS NICHT!“

reicht oft schon aus, um Aufmerksamkeit zu erreichen oder den Angreifer zu erschrecken.

Leider wird das im Alltag zu wenig geübt, so dass sich Kinder im Grundschulalter bei solchen Übungen der Ernsthaftigkeit nicht bewusst sind.

Bei unseren Älteren/Fortgeschrittenen wurden Befreiungs – und Haltegriffe abgefragt, die sie je nach Aufgabenstellung umsetzen mussten.

Formlauf (Pomsae)

Der Formlauf ist ein festgelegter Bewegungs – und Technikablauf und wird je nach Gürtelfarbe schwieriger. Techniken kommen hinzu und Drehungen nach rechts und links müssen sitzen. Am Besten noch mit Kraft, Dynamik und ohne Fehler.

Bruchtest (Kyopka)

Als Highlight konnten noch Alexandra (Älex) mit einem gedrehten Spannkick (Ton-Dolyo-Chagi), Michael mit einem kräftigem Seitwärtskick (Yop-Chagi) und Ronny mit einem hohen Abwärtskick (Naeryo-Chagi) ihr mitgebrachtes Holz, welches zuvor von Katrin Paschke auf Risse etc. überprüft wurde, sauber und gelungen zerschlagen.

Fazit

Prüferin, Trainer, Eltern doch ganz besonders die Schülerinnen und Schüler selbst können stolz auf ihre Leistungen sein. Denn eine Prüfung zu bestehen, bedeutet sich ihr zu stellen, sich vorzubereiten und in der Freizeit, gerade wenn Trainingseinheiten wegfallen, weiter fleißig zu üben.

Genau das haben alle bewiesen und verdient die nächste Gürtelfarbe erreicht sowie wieder was für das Leben gelernt.

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